31 Dezember 2011

Der Nachtbus und die Fähre nach Samui (28./29.12.2011)


Die Busse starten vom Zentrum aus und verfrachten Horden von jüngeren Menschen mit Rucksäcken auf die Inseln im Süden. Das läuft so ab, dass man an einem vereinbarten Treffpunkt dann von einem Einheimischen aufgegabelt wird und mit dem man dann an weiteren Meeting-Points weitere Leute aufgabelt, bis man mit einer Karawane von 40 Mann am Reisebus ankommt. Wir haben unser Gepäck verstaut und uns einen Sitzplatz ergattert, die letzten Ankömmlinge hatten nicht so viel Glück, weil der Bus offenbar etwas überbucht war und die dann mit langem Gesicht am Bordstein stehen blieben. Dann 11 Stunden Busfahrt untermalt von Metzelfilmen wie Apocalypto und Conan der Barbar... Also nichts zum einschlummern. Morgens kamen wir im Dunkeln auf einem verlassenen matschigen „Busbahnhof“ an. Die Einteilung der Fahrgäste für die Weiterreise war zwar etwas verwirrend, aber letztendlich standen wir dann am Pier Don Sak, wo wir auf die Fähre verladen werden sollten. Weil zum Neujahrsfest auf Ko Pha-Ngan eine Full-Moon Party startet, waren die Fähren maßlos überladen (Foto), aber wir ergattereten sogar einen Sitzplatz mit bester Sicht auf einen weiteren Actionballerstreifen. Nach einer guten Stunde erreichten wir dann endlich Ko Samui, also 16 Stunden nach der Abreise in Bangkok.

Ankunft in Bangkok (27.12.2011)


Hier haben wir uns im Lamphu House im Backpackerviertel Banglamphu einquatiert und uns zum Eingewöhnen ein DZ gegönnt. Das Lamphu House war überraschend ruhig und hatte einen tollen tropischen Garten im Innenhof mit Palmen und Weihnachtsmusik bei 30 Grad. Die Fahrt vom Flughafen bis nach Banglamphu haben wir zum Teil mit dem neuen, superschicken Skytrain gemacht. Am Bahngleis warten alle Passsagiere vor geschlossenen Glastüren, die sich erst öffnen, wenn der Zug eingefahren ist. Quasi super-selbstmordsicher angelegt. Den zweiten Teil der Strecke wollten wir eigentlich mit dem Bus 556 zurücklegen. Ein freundlicher Uniformierter (genaue Funktion unbekannt) hat uns den Weg zur Bushaltestelle, einer relativ unbeleuchteten Stelle unter der Autobahnbrücke neben einem Tempo 30-Schild gewiesen. Da sich noch ein anderer Reisender dort aufhielt, schien das auch richtig zu sein. Als nach einer endlosen ¾ Stunde noch immer kein Bus in Sicht war, haben wir uns schließlich ein Taxi genommen.
Wir haben uns entschieden, den Nachtbus in Richtung Surat Thani (von da aus mit der Fähre weiter nach Ko Samui) zu nehmen, um tagsüber ein wenig in Bangkok umherschweifen zu können. Bangkoks Straßen sind wuselig, bunt, mit Musik untermalt und laden an jeder Ecke zu einer entspannenden Massage ein – ob nun von kleinen Thaifrauen mit duftenden Ölen oder durch kleine Fische, die dir die Hornhaut von den Füßen nagen.
Unsere Highlights:
- Ein Geldautomat in einem zur Wechselstube umgebauten Van
- Stromkabelverteilung in Knäuelform (Foto)
- Spicy Grüner Papayasalat

30 Dezember 2011

Glücklich aber völlig fertig vor Abflug

(Doch noch) Ankunft in Bangkok

Angekommen in London sagte uns der Quantasmann beim Check-in, dass wir so nicht ins Flugzeug steigen können, weil wir kein Rückflugticket innerhalb des nächsten Monats hätten. Wie auch, weil wir ja über Land nach Laos weiterwollen. Sein Vorschlag: ihm innerhalb einer Stunde einen Nachweis bringen, der belegt, dass wir in einem Monat wieder aus Thailand raus sind (Visum nur 30 Tage gültig). Also schnellstens im Transit-Bereich einen Internetzugang suchen, um einfach irgendwas in Laos buchen, um ihm das unter die Nase zu halten. Der obligatorisch unverschämt teure Wechelkurs in britische Pfund und der nicht funktionierende erste Internet-Automat verleiteten selbst Ben zu einem nervösen Zucken, zumal sich herausstellte, dass man weder drucken noch den Buchungsbescheid auf einen USB-Stick ziehen konnte. Schließlich haben wir ein Hotel in Laos gefunden, welches direkt per mail eine Bestätigung sendet, die wir dann abfotografierten, um die Bilder dann dem Quantas-Mann auf der Kamera zu zeigen. Er ließ sich darauf ein. Erstaunlicherweise hat uns in Thailand nach der Einreise niemand nach irgendwelchen Ausreiseindizien gefragt, sondern einfach den Stempel in den Reisepass gehämmert. Also waren wir dann doch nach 11 Stunden Flug in Thailand eingereist.