27 September 2012
Neuseeland: Coromandel Peninsula (15.09. - 22.09.2012)
Jeder hat wahrscheinlich schonmal einen Ort oder eine Stadt oder ein Land gefunden, in der es einem richtig gut gefällt. Dann muss man aufpassen, dass man nicht immerwieder dahin fährt, weil man sonst den ganzen Rest der Welt verpasst. So sehen wir das jedenfalls. Aber über Neuseeland konnten wir nicht einfach drüber fliegen, ohne nochmal einen Zwischenstopp zu machen. So oft kommt man ja aber auch nicht hier vorbei. Die Uli hat vor vier Jahren ein schönes kleines Eckchen auf der Nordinsel ausgelassen. Ganz bestimmt, um einen Grund in der Hinterhand zu haben und zurückzukehren. Es handelt sich um die Coromandel Halbinsel zwei Stunden östlich von Auckland – einigen unter euch vielleicht als Schauplatz der Rosamunde Pilcher-Verfilmungen des ZDF bekannt (ein Ort mit Happy End also).
Von Australien aus mieteten wir uns einen Campervan für eine Woche und kurz nach unserer Landung in Auckland saßen wir schon in unserem mobilen zuhause. Schön! Fast wie vor vier Jahren, nur dass wir etwas mehr auf das Fahrzeug und sein Interieur Acht geben mussten. Im Gegensatz zu Ulis heißgeliebter Schrottkarre „Gerri“ war hier nicht nur eine Innenausstattung vorhanden, der Wagen war sogar nigelnagelneu und etwa 300 km gefahren (wir waren die ersten, die in die Sitze pupen durften). Hier konnte man also etwaige Macken nicht dem Vormieter in die Schuhe schieben...
In Neuseeland ist gerade Frühling. Das bedeutet, es kann auch mal kalt werden oder regnen. Am ersten Abend regnete es auch unentwegt und die Wiese des Campgrounds auf dem wir bleiben wollten war unbefahrbar. Weil außer uns aber keiner da war, konnten wir einfach auf einem der Wege bleiben, ohne etwas zu blockieren. Wir sind die ganze Woche auf verschiedenen DOC-Campgrounds gewesen. Das sind ganz einfache Plätze in den Nationalparks, die vom Departement of Conservation (also was staatliches) betrieben werden. Normalerweise gibt es dort nur ein Plumpsklo und meistens einen Wasseranschluss, der mit Flusswasser gespeist wird. Die Miete pro Nacht kommt bar in einen Umschlag und wird in einen kleinen Kasten geworfen. Das ist alles.
Unser Plan, in der Woche möglichst viel zu wandern ging auf, weil das Wetter ganz gut mitspielte. Nach der ersten Nacht hat es die ganze restliche Zeit nicht mehr geregnet und kalt war es auch nicht. Optimales Wanderwetter. In der Region gab es Ende des 19. Jahrhunderts einen Goldrausch und deswegen findet man viele kleine Mineneingänge und andere interessante Dinge in den Bergen. In den Broken Hills gibt es einen Stollen, durch den man 500 Meter auf die andere Bergseite gehen kann. Das haben wir auch gemacht. Erst mit mulmigem Gefühl, aber die ganzen grünen Glühwürmchen an der Decke lassen einen das ganz schnell vergessen. Die Tracks führen tief in die Wälder mit riesigen Baumfarnen und hohen Bergen. Manchmal steil, schmal und rutschig, aber wenn die Jungs vor hundertdreißig Jahren riesige Baumstämme teilweise mit Pferden oder Ochsen da rausziehen konnten, muss das zum Laufen ja wohl reichen. Und irgendwie kommt einem alles noch viel grüner vor als anderswo. So wie wenn einer bei Photoshop die Sättigung hochgedreht hat. Die Insel hat aber auch tolle Küstenlandschaften zu bieten:
Wir machten an einem Tag eine kleine Rundfahrt und waren an der Cathedral Cove. Das ist eine riesige Unterspülung in den Sandsteinfelsen, die zwei kleine Strände verbindet. Kurios wurde es danach, als wir über eine unbefestigte Straße fuhren und plötzlich von Wildschweinen und Hühnern umringt wurden, die auf dem angrenzenden Grundstück in alten, rostigen Wohnwagen wohnten. Kurz nachdem wir diese „Schweinerei“ passiert hatten, hieß es die Ärmel hochkrempeln, um einem deutschen Päärchen dabei zu helfen, ihren Van aus dem Schlamm zu ziehen. Außerdem waren wir noch an der Hot Water Beach. Hier kann man sich bei Niedrigwasser ein Loch buddeln, in das das heißes Wasser aus der Erde läuft. Quasi eine heiße Naturbadewanne. Leider waren wir etwas spät dran und das kalte Wasser hatte bereits wieder die Oberhand gewonnen, so dass wir gekniffen haben ;)
Im Großen und Ganzen hat sich unser Eindruck den wir von Neuseeland hatten also nicht geändert: wenig Leute und die schönsten, grünsten Landschaften, durch die wir je gereist sind – und in die wir immer wieder gern zurück kommen (werden).
Von Australien aus mieteten wir uns einen Campervan für eine Woche und kurz nach unserer Landung in Auckland saßen wir schon in unserem mobilen zuhause. Schön! Fast wie vor vier Jahren, nur dass wir etwas mehr auf das Fahrzeug und sein Interieur Acht geben mussten. Im Gegensatz zu Ulis heißgeliebter Schrottkarre „Gerri“ war hier nicht nur eine Innenausstattung vorhanden, der Wagen war sogar nigelnagelneu und etwa 300 km gefahren (wir waren die ersten, die in die Sitze pupen durften). Hier konnte man also etwaige Macken nicht dem Vormieter in die Schuhe schieben...
In Neuseeland ist gerade Frühling. Das bedeutet, es kann auch mal kalt werden oder regnen. Am ersten Abend regnete es auch unentwegt und die Wiese des Campgrounds auf dem wir bleiben wollten war unbefahrbar. Weil außer uns aber keiner da war, konnten wir einfach auf einem der Wege bleiben, ohne etwas zu blockieren. Wir sind die ganze Woche auf verschiedenen DOC-Campgrounds gewesen. Das sind ganz einfache Plätze in den Nationalparks, die vom Departement of Conservation (also was staatliches) betrieben werden. Normalerweise gibt es dort nur ein Plumpsklo und meistens einen Wasseranschluss, der mit Flusswasser gespeist wird. Die Miete pro Nacht kommt bar in einen Umschlag und wird in einen kleinen Kasten geworfen. Das ist alles.
Unser Plan, in der Woche möglichst viel zu wandern ging auf, weil das Wetter ganz gut mitspielte. Nach der ersten Nacht hat es die ganze restliche Zeit nicht mehr geregnet und kalt war es auch nicht. Optimales Wanderwetter. In der Region gab es Ende des 19. Jahrhunderts einen Goldrausch und deswegen findet man viele kleine Mineneingänge und andere interessante Dinge in den Bergen. In den Broken Hills gibt es einen Stollen, durch den man 500 Meter auf die andere Bergseite gehen kann. Das haben wir auch gemacht. Erst mit mulmigem Gefühl, aber die ganzen grünen Glühwürmchen an der Decke lassen einen das ganz schnell vergessen. Die Tracks führen tief in die Wälder mit riesigen Baumfarnen und hohen Bergen. Manchmal steil, schmal und rutschig, aber wenn die Jungs vor hundertdreißig Jahren riesige Baumstämme teilweise mit Pferden oder Ochsen da rausziehen konnten, muss das zum Laufen ja wohl reichen. Und irgendwie kommt einem alles noch viel grüner vor als anderswo. So wie wenn einer bei Photoshop die Sättigung hochgedreht hat. Die Insel hat aber auch tolle Küstenlandschaften zu bieten:
Wir machten an einem Tag eine kleine Rundfahrt und waren an der Cathedral Cove. Das ist eine riesige Unterspülung in den Sandsteinfelsen, die zwei kleine Strände verbindet. Kurios wurde es danach, als wir über eine unbefestigte Straße fuhren und plötzlich von Wildschweinen und Hühnern umringt wurden, die auf dem angrenzenden Grundstück in alten, rostigen Wohnwagen wohnten. Kurz nachdem wir diese „Schweinerei“ passiert hatten, hieß es die Ärmel hochkrempeln, um einem deutschen Päärchen dabei zu helfen, ihren Van aus dem Schlamm zu ziehen. Außerdem waren wir noch an der Hot Water Beach. Hier kann man sich bei Niedrigwasser ein Loch buddeln, in das das heißes Wasser aus der Erde läuft. Quasi eine heiße Naturbadewanne. Leider waren wir etwas spät dran und das kalte Wasser hatte bereits wieder die Oberhand gewonnen, so dass wir gekniffen haben ;)
Im Großen und Ganzen hat sich unser Eindruck den wir von Neuseeland hatten also nicht geändert: wenig Leute und die schönsten, grünsten Landschaften, durch die wir je gereist sind – und in die wir immer wieder gern zurück kommen (werden).
21 September 2012
Ausflug in die Blue Mountains (12.09.2012)
Am ersten Morgen in Glenorie dachten wir zunächst, dass wir von unserem Zimmerfenster das Meer sehen könnten. Tim erklärte uns dann, dass es sich bei der blauen Masse in der Ferne um die „Blue Mountains“ handelt. Der dort hauptsächlich vorkommende Eukalyptusbaum (Blue Gum) sondert bei Sonneneinstrahlung einen weithin erkennbaren bläulich schimmernden Dunst ab, der dem riesigen Waldgebiet seinen Namen gab.
Dorthin haben wir mit Tim (Kylie musste leider arbeiten) einen Ausflug unternommen. Da es sich um einen Nationalpark handelt, mussten die Doodle-Freunde leider zuhause bleiben.
Am Vortag hat sich Tim in Bezug auf die Details in Schweigen gehüllt, klar war nur: Es wird gewandert! Dementsprechend groß war auch die Überraschung vor Ort: Ein großer Teil des Weges ist in das riesige, das Gebiet prägende Felsmassiv geschlagen, so dass man das bewaldete Tal bestaunen kann, während man IM Berg wandert. Der Weg war wirklich abwechlungsreich. Manchmal geht man nah an der Felswand, einige Meter weiter überquert man eine Brücke über einem Wasserfall, um kurze Zeit später am Fuße des Wasserfalls von seinen Sprühregen erfrischt zu werden. Beim Auf- und Ab am Fels können verschiedene Gewächse in Augenschein genommen werden: Von meterhohen Bäumen, die mit ihren Wurzeln nach Steinen greifen (man wird unweigerlich an kampfbereite Ents erinnert) bis zu kleinen fleischfressenden Pflanzen, die zwischen Moosen auf der Felswand auf die nächste Fliege warten.
Wir haben die tollen Ausblicke, den besonderen Walk und das leckere Picnic sehr genossen! Einen nicht unwichtigen Anteil dabei hatte dabei Tim – aber mit ihm als Begleitung wäre bestimmt auch die Besichtigung eines Topflappenmuseums einfach nur lustig gewesen.
Dorthin haben wir mit Tim (Kylie musste leider arbeiten) einen Ausflug unternommen. Da es sich um einen Nationalpark handelt, mussten die Doodle-Freunde leider zuhause bleiben.
Am Vortag hat sich Tim in Bezug auf die Details in Schweigen gehüllt, klar war nur: Es wird gewandert! Dementsprechend groß war auch die Überraschung vor Ort: Ein großer Teil des Weges ist in das riesige, das Gebiet prägende Felsmassiv geschlagen, so dass man das bewaldete Tal bestaunen kann, während man IM Berg wandert. Der Weg war wirklich abwechlungsreich. Manchmal geht man nah an der Felswand, einige Meter weiter überquert man eine Brücke über einem Wasserfall, um kurze Zeit später am Fuße des Wasserfalls von seinen Sprühregen erfrischt zu werden. Beim Auf- und Ab am Fels können verschiedene Gewächse in Augenschein genommen werden: Von meterhohen Bäumen, die mit ihren Wurzeln nach Steinen greifen (man wird unweigerlich an kampfbereite Ents erinnert) bis zu kleinen fleischfressenden Pflanzen, die zwischen Moosen auf der Felswand auf die nächste Fliege warten.
Wir haben die tollen Ausblicke, den besonderen Walk und das leckere Picnic sehr genossen! Einen nicht unwichtigen Anteil dabei hatte dabei Tim – aber mit ihm als Begleitung wäre bestimmt auch die Besichtigung eines Topflappenmuseums einfach nur lustig gewesen.
Krönender Abschluss in Sydney (04.09.-14.09.2012)
Nun ist es vorbei mit der Wwooferei. Wir sitzen gerade am Flughafen in Sydney und warten auf unseren Flug nach Neuseeland – in „nur“ 7 Stunden gehts schon los. Trotz Vorfreude auf unseren Neuseelandtrip verlassen wir Australien auch mit einem weinenden Auge. Unsere letzte Wwoofingfamilie, bestehend aus Kylie und Tim sowie den beiden Labradoodles Zappa und Mozzy, hatten wir sehr schnell ins Herz geschlossen und hätten sie am liebsten mit in den Koffer gepackt. Die vier leben in Glenorie, etwa eine Stunde nortwestlich von Sydneys Stadtzentrum gelegen und bewohnen dort einen 25 Acres großen Block, der von Buschland umgeben ist. Außerdem wohnt hier noch Patric, die Python. Patric scheint aber noch im Winterschlaf zu liegen, daher konnten wir ihn leider nicht treffen... Von der Terrasse kann abends ein unschlagbarer Sonnenuntergang genossen werden (zur Krönung wird dazu Bier und Käse gereicht).
Kylie arbeitet tagsüber in Sydney im Bereich Marktforschung während Tim für die Farm zuständig ist. Mit ihm zusammen haben wir in den letzten 10 Tagen einige Altlasten-Projekte abarbeiten können: So wurden zum Beispiel Laub und Äste von der Wiese aufgelesen und auf einem (zum Schluß zu einer beträchtlichen Größe herangewachsenen) Haufen gesammelt, Bäume gefällt, die Blumenbeete gemulcht und Unkraut gezupft. Alles natürlich unter ständiger Kontrolle von Zappa und Mozzy. Bei den Labradoodles handelt es sich um eine relativ junge Hunderasse, die besonders in Australien geschätzt und gezüchtet wird. Die Kreuzung aus Pudel und Labrador ist eine super Alternative für Allergiker und Leute, die nicht ständig Hundehaare staubsaugen wollen, da sie nicht haaren – und knuffelig sind sie auch noch.
Der Stopp hier hat richtig Spaß gemacht! Mit Tim, der auch noch gelernter Koch ist, lagen wir humor- und schlemmtechnisch auf einer Wellenlänge: eine unschlagbare Kombination.
Nach 6 Monaten heißt es nun "Auf Wiedersehen Australien"? In jedem Fall aber "Auf Wiedersehen Kylie und Tim" !!!
Kylie arbeitet tagsüber in Sydney im Bereich Marktforschung während Tim für die Farm zuständig ist. Mit ihm zusammen haben wir in den letzten 10 Tagen einige Altlasten-Projekte abarbeiten können: So wurden zum Beispiel Laub und Äste von der Wiese aufgelesen und auf einem (zum Schluß zu einer beträchtlichen Größe herangewachsenen) Haufen gesammelt, Bäume gefällt, die Blumenbeete gemulcht und Unkraut gezupft. Alles natürlich unter ständiger Kontrolle von Zappa und Mozzy. Bei den Labradoodles handelt es sich um eine relativ junge Hunderasse, die besonders in Australien geschätzt und gezüchtet wird. Die Kreuzung aus Pudel und Labrador ist eine super Alternative für Allergiker und Leute, die nicht ständig Hundehaare staubsaugen wollen, da sie nicht haaren – und knuffelig sind sie auch noch.
Der Stopp hier hat richtig Spaß gemacht! Mit Tim, der auch noch gelernter Koch ist, lagen wir humor- und schlemmtechnisch auf einer Wellenlänge: eine unschlagbare Kombination.
Nach 6 Monaten heißt es nun "Auf Wiedersehen Australien"? In jedem Fall aber "Auf Wiedersehen Kylie und Tim" !!!
03 September 2012
Permaculture bei Kate, Ian und Sage in Pacific Palms (24.8. – 03.9.2012)
Als wir mit dem Bus in Pacific Palms einfuhren war eins klar: Hier gibts Strand und Sonne satt. Das Haus unserer neuen Gastgeber liegt unweit von Nationalparks und menschenleeren Stränden. Hammerlocation! Die sehr relaxte Familie umfasst neben Ian und Kate auch die 7jährige Tochter Sage, den Hund Che Guevara und einen Haufen Hühnchen. Sage besucht die örtliche Schule an der Sportunterricht am Strand stattfindet – da kommt Neid auf, wenn wir an unsere drögen Sportplatzrunden zu Schulzeiten zurückdenken. Die beiden Architekten haben sich auf das Design umweltfreundlicher Häuser spezialisiert und arbeiten von ihrem schönen zuhause aus. Kate kümmert sich um den riesigen Hausgarten und ist somit auch Wwooferbeauftragte der Familie. Neben den Wwoofingstandards Unkraut jäten, Wässern und Mulchen haben wir den Garten frühlingsfit gemacht, zwei Bruchsteinmauern gebaut und jede Menge Laub und Äste verbrannt.
Die Familie lebt hier nach den Prinzipien der Permakultur. Das bedeutet ganz grob gesagt, dass ein Lebensraum geschaffen wird, in dem die Bewohner in einem naturnahen und ökologisch vielfälitigen Umfeld leben. Das System sollte möglichst unabhängig von äußeren Faktoren sein und das bezieht sich nicht nur auf den Garten. Solarenergie, Regenwassernutzung (auch als Trinkwasser) machen den Ort unabhängig vom öffentlichen Wasser- und Energieversorgungsnetz. Die Überproduktion aus dem Garten oder die Eier der 30 Hühner werden in der örtlichen Gemeinschaft gegen andere Naturalien getauscht oder gehandelt. Das ganze funktioniert ganz unproblematisch. (Mehr Infos zur Permakultur gibts hier.) Den ein oder anderen Tipp haben wir uns auf jeden Fall von hier mitgenommen.
Aufgrund der Tatsache, dass die beiden Architekten sind konnte Ben dann auch die Mysterien australischer Architektur in vielen Punkten entschleiern. Die haben hier zum Beispiel alle Blechdächer, damit sie Regenwasser als Trinkwasser nutzen können, nicht weil das besonders toll aussieht.
Nach der Arbeit wurde sich auf die Bikes geschwungen und ein Traumstrand mit dem anderen verglichen. Am Ende hat dann doch glatt der Strand mit dem nackten alten Mann den Vorzug vor dem Strand mit dem wellensurfenen Seehund erhalten – natürlich nicht wegen des Mannes.
Am Samstag stand ein Familienausflug nach Seal Rocks an. Das ist ein Leuchturm auf einer sehr windigen Klippe, der den Namen wegen einer mittlerweile leider unbekannt verzogenen Seehundkolonie erhalten hat. Von dort aus stünden die Chancen nicht schlecht Wale und Delphine zu beobachten, so hieß es. Gesehen haben wir leider nichts, aber den Ausflug haben wir auch trotzdem sehr genossen.
Am Montag geht es von hier aus weiter nach Glenorie, einem Vorort von Sydney und unserer letzten Wwoofingfamilie. Sollten wir uns nicht mehr melden können: am 15.September gehts dann nach Neuseeland und eine Woche darauf dann nach Chile. Da will Ben dann nach fünf Monaten endlich mal wieder zum Frisör gehen.
Die Familie lebt hier nach den Prinzipien der Permakultur. Das bedeutet ganz grob gesagt, dass ein Lebensraum geschaffen wird, in dem die Bewohner in einem naturnahen und ökologisch vielfälitigen Umfeld leben. Das System sollte möglichst unabhängig von äußeren Faktoren sein und das bezieht sich nicht nur auf den Garten. Solarenergie, Regenwassernutzung (auch als Trinkwasser) machen den Ort unabhängig vom öffentlichen Wasser- und Energieversorgungsnetz. Die Überproduktion aus dem Garten oder die Eier der 30 Hühner werden in der örtlichen Gemeinschaft gegen andere Naturalien getauscht oder gehandelt. Das ganze funktioniert ganz unproblematisch. (Mehr Infos zur Permakultur gibts hier.) Den ein oder anderen Tipp haben wir uns auf jeden Fall von hier mitgenommen.
Aufgrund der Tatsache, dass die beiden Architekten sind konnte Ben dann auch die Mysterien australischer Architektur in vielen Punkten entschleiern. Die haben hier zum Beispiel alle Blechdächer, damit sie Regenwasser als Trinkwasser nutzen können, nicht weil das besonders toll aussieht.
Nach der Arbeit wurde sich auf die Bikes geschwungen und ein Traumstrand mit dem anderen verglichen. Am Ende hat dann doch glatt der Strand mit dem nackten alten Mann den Vorzug vor dem Strand mit dem wellensurfenen Seehund erhalten – natürlich nicht wegen des Mannes.
Am Samstag stand ein Familienausflug nach Seal Rocks an. Das ist ein Leuchturm auf einer sehr windigen Klippe, der den Namen wegen einer mittlerweile leider unbekannt verzogenen Seehundkolonie erhalten hat. Von dort aus stünden die Chancen nicht schlecht Wale und Delphine zu beobachten, so hieß es. Gesehen haben wir leider nichts, aber den Ausflug haben wir auch trotzdem sehr genossen.
Am Montag geht es von hier aus weiter nach Glenorie, einem Vorort von Sydney und unserer letzten Wwoofingfamilie. Sollten wir uns nicht mehr melden können: am 15.September gehts dann nach Neuseeland und eine Woche darauf dann nach Chile. Da will Ben dann nach fünf Monaten endlich mal wieder zum Frisör gehen.
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