24 Mai 2012

Lunchspot an der Windy Beach


genau....


Strandtrekker


Wahnsinn das das hält


Elsa Ben Uli


die superschnell webende Spinne


Ausflug an die Windy Beach (12.05.2012)

An einem unserer zahlreichen freien Tage packte Elsa uns in ihr Auto und wir fuhren gemeinsam an die Windy Beach. Ein wunderbarer Fleck Erde mit tiefblauem und türkisem Wasser und einsamen Stränden. Wir hatten ein tolles Picknick am Strand mit Kuchen. Das war nämlich an Ulis Geburtstag, den wir allerdings geheim gehalten haben, um den ganzen Bohei drumherum zu vermeiden.

Ganz tolle Farben, ganz tolle Natur, ganz viele tolle Pflanzen. Außerdem entdeckten wir eine für uns neue Spinnengattung. Und sogar mal eine, die uns nicht ans Leder will. Den Namen haben wir vergessen, aber die Bilder sind ja aussagekräftig genug.

der Bicentennial Tree


auf halbem Weg nach oben


Ben auf dem Weg nach oben



oben


Die Suche nach dem Thrill in Pemberton (10.05.2012)

Der erste Eindruck der Farm und dem Leben dort war eher verschlafen. Umso überraschender war es, dass man sich bei Liz und Vin den ein oder anderen Adrenalinschub verpassen kann, wenn man möchte. Neben einer rasanten Offroadtour auf der Ladefläche des Geländewagens durch die benachbarten Wälder – teilweise im Dunkeln - wartete in der direkten Nachbarschaft ein wirkliches Abenteuer auf uns: Der Bicentennial Tree ist ein ehemaliger Beobachtungsposten, von dem Buschfeuer frühzeitig erkannt werden konnten. Um auf die 68 Meter hohe Plattform des Baumes zu gelangen, wurden Stahlsprossen in den Stamm getrieben, so dass man wie bei einer Wendeltreppe hochklettern kann. Die Sprossen sind manchmal einen halben Meter auseinander und das ist in der Höhe ganzschön beeindruckend, vorallem weil das ganze ungesichert passiert und man irgendwann auch wieder runter muss. Uli hat unten gewartet, aber hier sind die Beweisbilder, dass Ben oben war.

Uli macht Whippersnipping


Vin: und der Trekker wird nicht von Rentieren gezogen...


Cattleauction: bloß nicht die Hand bewegen...


Regentag: Versammlung am Küchentisch


Handicap: die allabendliche Ration


Auf der Mardofarm in Pemberton (06.05.2012-14.05.2012)

Als nächstes befand sich eine weitere Avocadofarm auf unserer Wwoofingliste: die Mardofarm in Pemberton. Als uns Vin in seinem nagelneuen weißen Audi A Schlagmichtot vom Bus abholte und uns entgegenschrie, dass er sein Hörgerät nicht dabei hat und deshalb taub ist, wurde schlagartig klar, dass unsere neuen Gastgeber Liz und Vin bereits etwas rüstiger sind als die bisherigen Hosts. Bei Ankunft auf der Farm stellten wir - nach Inbetriebnahme des Hörgeräts - fest, dass Vin mit einem derben Humor gesegnet ist. Sehr schön!

Neben uns beherbergt die Mardofarm zur Zeit noch 3 weitere Wwoofer: Davide und Marco aus Italien sind bereits seit 3 Monaten da und sehnen sich langsam wieder nach dem hektischen Treiben der Großstadt sowie Elsa aus Frankreich, die Australien mit ihrem klapprigem Auto erkundet und immer etwas zu erzählen hat – ob man nu zuhören will oder nicht.

Ein regelmäßiger Besucher war Handicap, das handzahme Känguruh, das sich allabendlich seine Erdnußbutter-Stullen abgeholt hat. Da kommt Streichelzoo-Atmosphäre auf.

Liz und Vin haben früher als Lehrer in Kanada gearbeitet und bereits die ganze Welt bereist. Supi für uns, da es daher neben zwei redseeligen Travellern in diesem Haushalt auch Reiseführer in Hülle und Fülle gibt. Vins Plan sah vor, seine Avocadoplantage mit Hilfe seiner Wwooferarmee innerhalb von 3 Tagen zu mähen – er auf dem Mähtrekker, die Wwoofer mit den Rasentrimmern fürs Detail. Leider sollte ihm das Wetter einen Strich durch die Rechnung machen: Die nächsten 3 Tage regnete es in Strömen! Für uns Wwoofer hieß das Abhängen und Essen. Letzteres gab es bei Vin und Liz in Hülle und Fülle. Ein Dinner ohne üppige Steaks von den hauseigenen Biorindern - hier unvorstellbar. Nach dem Mästen in den ersten 3 Tagen klarte es dann gottlob wieder auf und es wurde der Whipper Snipper angeschmissen! Ziel war es, das Gras um den Avocadobaum zu trimmen ohne die Rinde zu beschädigen – gar nicht mal so einfach wenn man wie Uli grobmotorisch veranlagt ist (Anm.: Autor=Uli). Nach dem ersten Tag sah es also so aus, als wäre in der Plantage entgültig der Winter eingekehrt, da alle Bäumchen in Ulis Reihe nach dem Mähen mit einem Schal aus Gras zurückblieben. Da Übung immernoch den Meister macht, sollte sich das aber in den nächsten Tagen bessern.

An einem der ersten Tage an denen das Wetter aufklarte, packten uns unsere Gastgeber ein und sind auf unseren Wunsch mit der ganzen Meute auf eine Viehauktion gefahren – schon interessant was man sich hier alles so anschaut! Die Rinder stehen allein oder in kleinen Gruppen in 5 mal 5 Meter großen Boxen. Bei der Auktion wird dann auf den Kilopreis (Lebendfleischgewicht) geboten. 1,80 Dollar pro Kilo war in etwa der Schnitt. Man lernt immer was dazu im Leben...

Nach rund 10 Tagen verlassen wir die Mardofarm und suchen uns eine neue Farm auf der es sich hüftgoldunfreundlicher arbeiten lässt.

22 Mai 2012

auf Denmarks Hügeln mit Blick auf etwas Meer


wo ist der Elefant?


Tree Top Walk


Uli mit Valda auf der schwingenden Brücke


die hängen hier auch überall ab


Seeadler... einfach so auf dem Nachhauseweg


Denmark II: Ausgeflogen…

Während unserer Zeit auf der Farm haben wir gemeinsam mit Valda die Umgebung erkundet, wenn sie frei hatte. Sie hat es sich nehmen lassen, uns die vielen Facetten der alternativen Kleinstadt zu zeigen. Es gibt hier umringt von riesigen Karribäumen Waldorfschulen, Kommunen, Gemeinschaftsbauernhöfe und so weiter und so fort... Alles in allem ein sehr friedliches Städtchen. Außerdem liegt Denmark am Meer und hat Sandstrände mit sehr beeindruckenden Felsformationen, die aussehen wie Elefanten: die Elephant-Rocks. Hier fanden wir auch den ersten lupenreinen und blitzsauberen Strand während unserer Reise. War in Asien nicht zu finden.

Die Wälder in dieser Region sind sehr alt und dort wachsen riesige Eukalypten. In einem dieser Wälder wurde daher ein Tree Top Walk installiert. Besucher können über hohe, sich im Wind wiegende Brücken durch die Baumkronen spazieren. Irgendwann hatten wir mal nebenbei beim Essen erwähnt, dass uns das interessiert. Daraufhin packte uns Valda ins Auto und los gings. Toll! Die Bäume sind nicht nur unglaublich hoch, sondern oft hohl oder der Stamm ist am Boden gespalten. Es gibt sogar einen Baum, in dem man ein Auto im Inneren parken kann. Sehr beeindruckend.  Auf dem Rückweg  sind wir noch in eine Imkerei mit angeschlossener Eisdiele eingekehrt, in der eine Freundin von Valda arbeitet, um ein Eis zu essen. Beim Honigtesten hat uns der Haselnuss-Honig fast aus den Schuhen gekegelt – wer die Gelegenheit hat an so was ranzukommen, der sollte sie nutzen!

Nach 2 Wochen hier in Denmark ist uns die Abreise riesig schwer gefallen. Das erste Mal haben wir einen Host mit dickem Kloß im Hals verlassen.

17 Mai 2012

Uma


Ben im Salat


Valdas und Richards Haus


Haus von vorne


pittoreske Nachbarweide


hier die wahnsinnig leckeren Avocados


Denmark: Auf der Avocadofarm mit Valda, Richard, Evie und Uma (21.04.2012 - 06.05.2012)

Bei Abreise von der Forestedgefarm haben wir uns vorgenommen mit 3 weiteren Wwoofaufenthalten eine Schleife bis nach Perth zu drehen, um uns dann (vielleicht) nach Ostaustalien zu begeben. Unseren ersten Zwischenstopp legen wir in Denmark, einem kleinen Hippieort direkt am Meer, ein. Hier leben wir unter der Woche mit Valda und Richard und ihrem durchgeknallten Hund Uma. Am Wochenende kommt ihre Tochter Evie nach Hause, die für ihre letzten beiden Schuljahre im Internat wohnt, um nicht jeden Tag zwei Stunden im Auto zu verbringen. Komplett wird die Familie durch den Sohn Rama, der momentan in Kanada auf Reisen ist sowie die Katze Ziggy. Die Familie ist unglaublich entspannt und bietet somit den größtmöglichsten Gegensatz zu unserer letzten Wwoofingmama, die immer unter Strom stand.

Gearbeitet wird etwa 5 Stunden am Tag, 6 Tage die Woche – bei entspannter eigener Zeiteinteilung. Unsere erste Aufgabe bestand in der Entrümplung von Valdas romantisch-chaotischen Gemüsegarten – zwischen dominanten Blumenarrangements konnten dutzende Schätze wie Auberginen, kleine Minitomaten oder Rote Beete gefunden und geborgen werden. Nach der Entrümpelung wurde gemulcht und anschließend Knoblauch und Zwiebeln gepflanzt. Neben der Gartenarbeit standen noch allgemeine Farmarbeiten an, bei denen wir Lilli zur Hand gegangen sind. Lilli ist ein Mädel aus der Nachbarschaft, das auf der Farm arbeitet, wenn sie nicht gerade in der Weltgeschichte rumreist. Sie ist trotz Wespentallie ein ganz schöner Haudegen mit Motorsägenschein und ein As auf allen Farmfahrzeugen. Nicht zuletzt ist sie Fachfrau für Avocados und eine geduldige Lehrerin. Wir haben z.B. gelernt, dass die Avocados hier 12 Monate am Baum hängen bis sie erntefähg sind, das heißt aber nicht, dass sie dann schon reif sind. Nach der Ernte brauchen sie nämlich nochmal ca. 10 Tage, bis sie eßbar sind. Solange sie am Baum hängen bleiben, werden sie also nicht schlecht.

Richard führt eine Art Zweitehe mit seinem Traktor. Binnen kürzester Zeit wird jedem Farmbesucher klar, dass der orange Trekker sein absolutes Lieblingswerkzeug ist, das er am liebsten gar nicht verlassen möchte und dies auch selten tut. Somit ist er auch immer leicht zu finden – einfach dem Tuckern folgen. Wahrscheinlich plant er währenddessen schon seine nächsten Reisen nach Indonesien. Wie es sich für einen durchschnittlichen Landwirt gehört, hat er nämlich vorher Indonesische Kulturwissenschaften studiert und spricht die Sprache fließend.

Gewohnt haben wir hier in einem kleinen Cottage mit Blick auf die Obstbäume und den grünen Garten. Im Gegensatz zur nur 100 km entfernten Forestedgefarm gibt es hier Regenschauer und daher auch grüne hügelige Wiesen. Erinnert alles etwas an England – sieht man mal über Kängurus, Zitronen- und Eukalyptusbäume im Garten hinweg...

Wir hatten in den letzten beiden Wochen eine echt tolle Zeit. Valda und Richard sind einfach nur nett, herzlich, lustig und unglaublich gastfreundlich, so dass wir uns hier von der ersten Minute an wohl gefühlt haben. Wirklich schwer wieder zugehen...