29 April 2012

und noch mal die Stirling Ranges


Wir nach dem Aufstieg


die Stirling Ranges


Aussicht und hereinbrechender Nebel


Adler auf dem Weg zum Horst & Horst auf dem Weg zum Adler


Anne auf Fotosafari


Ausflug in den Stirling Range Nationalpark (21.04.2012)

An unserem letzten Tag auf der Farm sind wir mit Anne und Vita in den Stirling Range Nationalpark gefahren. Bei unserem Rundflug konnten wir die Gebirgskette schon relativ bequem aus der Ferne ansehen, jetzt wollten wir das ganze quasi zu Fuß erkunden. Nach einem zweistündigen Aufstieg auf den Bluff Knoll kamen wir gerade noch rechtzeitig, um die Aussicht zu genießen, bevor uns Nebel umhüllte und ein kalter Wind aufzog. Glück gehabt! Die Wanderer, die 5 Minuten nach uns eingetroffen sind, mussten sich die schöne Aussicht denken.  Nach einem kurzen Imbiss schnell wieder runter und ab in Annes geländetauglichen Wagen. Auf roten Dustroads erkundeten wir den ansonsten unberührten und menschenleeren Nationalpark. Anne ist übrigens eine rasante und gleichzeitig ausgezeichnete Fahrerin und so kann es vorkommen, dass man bei über hundert Sachen über eine Staub- und Schotterpiste brettert, während einem ihr neuestes Rezept für eingemachte Quitten erklärt wird.
Ein schöner letzter Tag war das. Und nach einem Monat mit den Leuten fiel der Abschied etwas schwerer. Anne brachte uns netterweise nach Denmark – hier ist unser nächster Wwoofer-Host und wir können Euch schonmal sagen: es wird gut!

Oben..


fast oben :)


Kurz vor Abflug


Schönes Bild..fiese Riesenspinne


Per pedes das Umland erkunden..


Genau ins Schwarze?


Vierter Teil: Was sonst noch war... Freizeit und so...
Anne lässt sich immerwieder was einfallen, damit die Wwoofer sich in ihrer Freizeit nicht langweilen. Wir wurden eines Morgens von John, dem Nachbarn zu einer Partie Bogenschiessen mitgenommen. Auf dem Schießplatz wurden wir dann von Jim , dem Trainer eingestielt, was den Umgang mit Pfeil und Bogen betrifft. Die Distanz von uns zur Zielscheibe war bei uns zwar auffällig kurz im Vergleich zu den anderen, aber neben uns trainierte auch direkt ein Mädel, was eine Woche vor der australischen Meisterschaft stand – da kann man ja nicht gut aussehen... Das Ganze war aber ein Riesenspass und nach knappen zwei Stunden war es schon schade, den Kram wieder abzugeben. Vielleicht war das nicht das letzte Mal...
Der Hammer kam dann aber etwa eine Stunde nachdem uns John wieder auf der Farm abgesetzt hatte. Er rief an und fragte, ob wir eventuell Lust hätten, mit ihm in seinem Miniflugzeug eine Runde zu drehen! Klar! Etwa fünf Minuten später rollte John mit seinem Pick-Up wieder aufs Gelände und wir fuhren auf seine Farm nebenan. Um das ganze noch zu toppen hat er einen Welpen zum Knuddeln mitgebracht, damit der, der wartet – das Flugzeug fasst nur 2 Personen - sich nicht langweilt. Auf der Farm standen in einem Schuppen zwei kleine Flugzeuge und das Segelboot seiner Tochter. Coole Hobbies. Uli war die erste, die mit John eine Runde drehte, währenddessen blieb Ben mit Johns Hundewelpen und einer Rinderherde auf der Piste zurück und wartete. Später wurde dann getauscht. Wir sind natürlich auch über unsere Farm geflogen, wo Vita und die anderen Wwoofer vorm Haus standen und winkten. Ein Riesenspass und eine nette Abwechslung.

19 April 2012

auf dem Deck mit Neubesetzung

... auf zur Scheunenparty

David und Ben bauen das Deck

ran ans Eingemachte - Birnen eintopfen

Unkrautpolizei

Fencing: damit Emus nicht rein - und Schafe nicht rauskommen

Dritter Teil: Wwooferaufgaben auf der Forestedgefarm


Wir zwei arbeiten in der Regel nicht zusammen. Bens Aufgabe besteht darin eine riesige Holzterrasse zusammenzuzimmern.. und die ist noch lange nicht fertig.

Die ersten 10 Tage von Uli standen ganz im Zeichen der Renovierung des Cottage, da die Schlafzimmer und der Hauptraum noch nicht bezugsfertig waren als wir eingetroffen sind. So hieß es für sie und Vita: Türen, Fußleisten und Rahmen schleifen, streichen und der Bude mit dem Wischmopp den letzten Schliff geben. Nachdem das Projekt Cottage fertig war, gab es auch farmtypischere Arbeiten wie Einkochen (Marmelade und Chutneys), Unkraut jähten, Chillies pflücken und trocknen, mulchen und auch Mal ein Rohr verlegen, um die Bewässermöglichkeiten im Sommer zu verbessern.

Das Deck wächst und gedeiht und nachdem Jim letzte Woche auf das Bohrschiff zum arbeiten geflogen ist, ist Ben bis aufs weitere verantwortlich. Da es nach Daves Abschied an männlichen Wwooferkollegen fehlte, wurden Vita und Uli zum Bohren und Nageln auf dem Deck verpflichtet, so dass wir zwischendurch auch zusammenarbeiten können.

... fast Schlafenszeit - Farm eben

... Motor zum Bewaessern anwerfen

zwischendurch mal ne Feige vom Baum pfluecken...

von Motoroel bis zur Zwiebel findet sich im Shed alles

hier stoebern die 12 Chucks nach Essbarem

unser Cottage: Lebensmittelpunkt des Wwoofers

Zweiter Teil: Ein Arbeitstag auf der Forestedgefarm

So, jetzt wollen wir mal etwas Licht ins Dunkel zu bringen, was wir hier so machen: Wir leben und arbeiten auf der Biofarm. Morgens stehen wir gegen 10 Uhr auf und beginnen unseren Tag  mit einer Stunde Yoga und Meditation mit der gesamten Gemeinschaft. Danach gibts Tee und Rohkost und dann geht jeder in seinen Gartenbereich und redet mit den Pflanzen, für die er eine Patenschaft übernommen hat – reingelegt, ist natürlich Quatsch ;-)

Grundsätzlich arbeiten wir 6 Stunden am Tag, 5 Tage die Woche. Der Tag ist auf die Nahrungsaufnahme ausgerichtet. Wir stehen um kurz vor 7 auf und beim gemeinsamen Frühstück besprechen wir die unterschiedlichen Aufgaben für den Tag. Anschließend gehts in den Gemüsegarten und es werden angeknabberte Spinatblätter oder anderes B-Gemüse gepflückt, um damit die Hühner zu füttern. Das sind übrigens die einzigen Tiere, die hier versorgt werden müssen - die Alpacas knuspern einfach alles, was auf der Weide steht. In der Regel sammelt einer nach dem Frühstück die Eier, das reife Obst und Gemüse ein und geht anschließend seiner zugeteilten Arbeit nach.

Um 11 Uhr gibts es morning tea (neben Tee und Kaffee gibt es Obst und Kuchen bzw. Kekse). Die nächste Arbeitsetappe  ist ertragbare 1,5 Stunden lang und um 13 Uhr gibt es dann Lunch: Brot, Fleisch, Käse und alles was der Garten so an Brotbelag hergibt. Zwischen 14 und 15 Uhr geben wir dann nochmal Vollgas, um den Arbeitstag mit einem Kaffee und einem Apfel auf einem Stapel Bahnschwellen neben unserem Cottage ausklingen zu lassen.

Am späten Nachmittag steht noch das Wässern an. Einer (da wechseln wir uns ab) fährt eine kurze Strecke mit dem Rad und öffnet die Zugänge an den Zwischenspeichern (große Betonzylinder von 5-6 Metern Durchmesser und 3 Meter hoch) auf dem Weg, um anschließend die Pumpe anzuschmeißen. Die größeren Gärten werden automatisch über ein Schlauchsystem bewässert, für Kräutergarten und Blumen kommt der handbetriebene Gartenschlauch zum Einsatz. Nach ca. 30 min (je nachdem wie heiß es war) radelt man wieder zurück und macht den Motor aus und schließt die Zugänge. Wenn die Tanks leer sind, muss man Wasser aus dem Hauptreservoir in die Zwischenspeicher pumpen. Um 19:30 Uhr gibts pünktlich nach dem Wetterbericht das Abendessen. Mit Kochen ist jeder mal dran, und wie wir schon im ersten Teil berichtet haben, kann man hier wirklich aus dem Vollen schöpfen. In der Regel liegen wir schon um 21 Uhr in der Falle. So viel Essen macht eben müde ;)

15 April 2012

die Forestedgefarm



Veggiegarden



am besten sind die Alpacas durch ihre Frisuren zu unterscheiden



das 'rammed earth house'



einige Produkte der Farm



Forestedgefarm, Nähe Mt Barker, Westaustralien (19.03. - 21.04.2012)

Erster Teil: Die Forestedgefarm

Seit fast vier Wochen sind wir nun Wwoofer auf der Forestedgefarm und es macht immer noch Spass. Wir haben ja noch keine Vergleichsmöglichkeiten mit anderen Farmen aber wir haben das Gefühl, es ganz gut getroffen zu haben. Anne und Jim betreiben die 90 HA große Farm seit 15 Jahren. Neben der 7 HA großen Olivenplantage gibt es auf der Farm viele Obstbäume und 2 kleinere Gemüsegärten.Für ihr High-End-Bio-Olivenöl haben die beiden schon mehrere Preise gewonnen, was wahrscheinlich dabei hilft, den halben Liter ab 20 Dollar aufwärts zu verkaufen. Seit zwei Jahren wohnen die beiden in ihrem neuen Haus, das aus gebundenem Sand gebaut wurde – praktischerweise gibts davon ja genug auf dem Gelände.

Nun belagern Wwoofer das benachbarte Cottage, was bis vor zwei Jahren Annes und Jims kleines Zuhause war. Aktuell sind außer uns noch zwei andere Wwoofer hier. David ist Australier und um die 50 Jahre alt. Er hat in Sydney als Buchhalter gearbeitet, dann hat er seine Habseligkeiten in einen Lagerraum gepackt und ist seit über einem Jahr mit seinem Caravan mitsamt Motorrad unterwegs und erkundet sein Land auf diese Art und Weise. Dann ist da noch Vita aus Taiwan. Sie spricht zwar noch nicht so gut Englisch, ist aber ganz witzig und ist quasi Annes rechte Hand in Sachen Haushalt und Cottagerenovierung - „lot of painting last week“.

Da man als Wwoofer auf der Farm verköstigt wird und freie Kost ein dehnbarer Begriff ist, hofften wir im vorhinein auf einen wohlgesonnenen Gastgeber. Hier wurden unsere Erwartungen übertroffen. Jeden Abend gibts ein geiles Dinner mit ganz vielen Zutaten aus dem eigenen Garten und garniert mit frischen Kräutern, die 5 min vorher noch im Gemüsegarten anzutreffen waren. Erstaunlicherweise gibts fast immer Fleisch und jeden Abend einen leckeren Wein – was hierzulande schon sehr teuer ist. Als Jim gehört hat, dass zwei Deutsche anrollen hat er zudem seinen Biervorrat aufgestockt – sehr zuvorkommend ;) Anne ist eine tolle Köchin, aber im Rotationsprinzip kocht jeder mal.

Hier mal eine kurze Übersicht was der Hausgarten so hergibt:
Obst: Es gibt verschiedene Sorten Äpfel, Birnen, Zitronen, unterschiedliche Melonensorten, Feigen, Orangen und Weintrauben. Die Trauben wurden leider kürzlich alle von Vögeln vernichtet, daher wird dieses Jahr auch kein Wein gemacht. Quitten, Pfirsiche & Pflaumen sind schon abgeerntet, da ist die Saison vorbei.
Gemüse: Tomaten, Gurken, verschiedene Salat- und Spinatsorten, Kartoffeln, Zwiebeln, Knoblauch, Broccoli, Mais, Kürbis, Bohnen, Fenchel, Möhren, Zucchini, ganz viele verschiedene Chillies und natürlich die Oliven.

Außerdem gibts hier Wald, Buschland, diverse Wasserdämme um das kostbare Regenwasser zu sammeln, Känguruhs, Papageien und außer uns gar keine Menschen... Soviel zur Forestedgefarm fürs Erste. Wie unser Alltag hier im einzelnen so aussieht und was wir so machen erzählen wir Euch in Kürze.