05 Dezember 2012

Copacabana und die Isla del Sol (25.11. – 29.11.2012)

Titicacasee / 3857 m üNN

Unsere letzte Station nach sieben Wochen in Bolivien sollte der Titicacasee werden. Das Städtchen Copacabana am Seeufer war unser Ausgangspunkt, um auf die Isla del Sol zu gelangen. Die Sonneninsel ist etwa 14 km² groß und ist ein wichtiger Bestandteil der Inkakultur: Hier soll der Sonnengott „Inti“ seine Kinder auf die Erde gesandt haben, welche somit den mythologischen Ursprung des Inkavolkes bilden.

Nach zweieinhalb Stunden Bootsfahrt erreichten wir den Nordteil der Insel, von wo aus wir unsere Tageswanderung bis zur Südinsel antreten wollten. Über die Insel verstreut befinden sich zahlreiche Orte, die auch heute noch von besonderer Bedeutung für die Nachfahren der Inka sind. Darunter befinden sich Geofakte wie der Pumafelsen, der dem See seinen Namen gab (in der Sprache der Aymara bedeutet Puma „ titi“ und  Stein „cac“). Genauso beeindruckend sind aber die Terrassen, die teilweise an steilen Berghängen angelegt wurden, um dort Ackerbau zu betreiben. Es gibt keine Autos und Straßen - nur Esel, die über holprige Pfade die Lasten befördern und mit ihren schrägen Rufen nachts die Stille der Insel durchbrechen. Die Wanderung zur Südspitze war zwar nicht zuletzt wegen der Höhe schweißtreibend, aber der strahlend blaue Titicacasee und die bizarre, zum großen Teil karge Insellandschaft ließen die Anstrengungen schnell vergessen. Nach kurzer Suche fanden wir ein Hostel und dort konnten wir von unserem Zimmer einen super Blick auf den See – und später einen unglaublichen Sonnenuntergang - genießen. Die Spezialität am Titicacasee ist die Trucha (Forelle), die in allen möglichen Varianten zubereitet wird. Wir waren von der gegrillten und mit Knoblauch gebratenen Version sehr beeindruckt. Hoffentlich bietet dies einen Vorgeschmack auf die peruanische Küche, die laut Aussage anderer Reisender etwas kreativer sein soll als die (fastfoodlastige) bolivianische Küche.

Am nächsten Morgen nahmen wir ein Boot zurück nach Copacabana, um zur letzten Station unserer Reise aufzubrechen: Peru! Im Gepäck befindet sich ein neues Souvenir: Eine 20 Bolivianos Falschgeldnote... die hoffentlich Single bleiben wird.


Link: Bilder Isla del Sol



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