Cusco / 3.416 m üNN
Entlang des Titicacasees sind wir nach Peru eingereist. Erster kurzer Zwischenstopp war die kleine Hafenstadt Puno. Das Highlight des Aufenthaltes hier war die Entdeckung von Käse – also etwas, das nach europäischem Verständnis als Käse einzustufen ist – im Supermarkt. Ein guter Start!
Mit einem luxuriösen Bus schaukelten wir dann einen Tag später ins 6 Stunden entfernte Cusco im Andenhochland. Cusco ist nicht nur Ausgangspunkt für Touren nach Machu Picchu, sondern hat auch selbst einiges an kulturellen Highlights zu bieten und ist mit seinen vielen kolonialen Bauten auch mal wieder ein Fest für die Augen. Unser Hostel befand sich in einem ebensolchen geschichtsträchtigen Gebäude (eines der ältesten Häuser, dass die Spanier hier haben bauen lassen) und mit seinen meterdicken Wänden, Säulengängen, Gewölben und knartzenden Holzböden hatte es ein geiles Flair.
Rund um Cusco liegen zahlreiche archäologische Stätten: Vier davon haben wir uns im Rahmen eines Tagesausfluges angeschaut. Sehr touristenfreundlich konnte man mit dem öffentlichen Bus zur am weitesten von der Stadt entfernt liegenden Ruine fahren und dann mit Besichtigungsstopps zur Stadt zurückspazieren. Für diejenigen, die es genauer wissen wollen: Es handelte sich um das „Inka-Bad“ Tambomachay, Puka Pukara – bedeutet auf Quechua rote Festung, die wirklich eindrucksvolle Verehrungsstätte Q énqo (Herzstück war eine Höhle mit eingemeißtelten Altären) und zuletzt Saqsaywaman. Saqsaywaman liegt direkt über der Stadt und die riesigen Steinquadermauern sind bereits aus der Ferne sichtbar. Bens Architektenherz schlug beim Anblick dieses kolossalen, genau eingepassten Steinmauerwerks ein paar Takte schneller. Im Reiseführer stand, dass man auf dieser kleinen Wanderung auch tagsüber überfallen werden kann. Deswegen ließen wir unsere Wertsachen im Hostel und machten uns mit kleiner Kamera und dem nötigsten auf den Weg – natürlich ist nichts passiert und dass diese Strecke nun besonders gefährlich anmutete – naja – wohl eher nicht... Da hat uns der Reiseführer unnötig Angst gemacht.
Zeitsprung: Nachdem wir von unserem Ausflug nach Machu Picchu zurückgekehrt waren, schauten wir uns noch die Stätte Moray an, dabei handelt es sich um in konzentischen Kreisen angelegte Terrassen auf denen die Inka das Wachstum von Nutzplanzen in unterschiedlichen klimatischen Bedingungen (unterschiedliche Höhenstufen) getestet haben sollen (Wikipedia bezeichnet es fein als „kreisförmiger Agrar-Experimentkomplex“). Dazu wurde Erde aus verschiedenen Teilen des Inkareiches herangeschafft.
Langsam beginnt hier die Regenzeit, aber noch ist das Wetter sehr moderat und wir haben während unseren Besichtigungstouren Glück gehabt, nicht naß zu werden.
Link Bilder Cusco
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